Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Ein Klassiker für Kids aller Altersklassen


FilmClicks:
Bereit zur großen Fahrt: Lokführer Lukas (Henning Baum), Jim Knopf (Solomon Gordon) und Lok Emma © Warner Bros.
GESAMTEINDRUCK: „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist die prächtig gelungene Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Michael Ende. Sehenswert für Kinder und für alle, die „Jim Knopf“ als Kind liebten.
 
DIE STORY: König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte (Uwe Ochsenknecht) will den Eisenbahnbetrieb auf der kleinen Insel Lummerland einstellen. Lukas der Lokomotivführer (Henning Baum) und sein Assistent Jim Knopf (Solomon Gordon) sind ´ entsetzt und beschließen, mit der Lok Emma auf Weltreise zu gehen. Sie landen am Hofe des Kaisers von Mandala, der seit der Entführung seiner Tochter Li Si untröstlich ist. Lukas und Jim wollen das Mädchen zurückholen. Sie treten die abenteuerliche Expedition nach Kummerland an, wo Li Si vom Drachen Frau Malzahn gefangen gehalten wird.

Lukas (Henning Baum) hat eine Audienz bei König Alfons (Uwe Ochsenknecht) © Warner

DIE STARS: „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist, passend zur Story, international besetzt. Henning Baum als Lukas führt die Riege der deutschen Schauspieler an, zu der auch Uwe Ochsenknecht, Christoph Maria Herbst, Milan Peschel, Annette Frier und Michael Bully Herbig zählen, der dem Halbdrachen Nepomuk die Stimme leiht.
Jim-Knopf-Darsteller Solomon Gordon stammt aus Großbritannien. Kao Chenmin, der den Kaiser von Mandala spielt, hat asiatische Wurzeln, lebt aber in Spanien.

Auf ihrer Expedition stoßen Jim Knopf und Lukas in unbekannte Welten vor © Warner

DIE KRITIK: Michael Ende brachte den Roman „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ 1960 heraus, doch die Story wird in Gang gesetzt durch einen Themenkreis, der erst heute volle Wirkung entfaltet: Migration, Zuwanderung, Überbevölkerung.
Der dunkelhäutige Titelheld Jim Knopf ist ja als Baby in einem Paket nach Lummerland gekommen, wo seine Ankunft die Bevölkerungszahl gleich um 25 Prozent erhöhte. Denn die Insel wurde bis dahin nur von König Alfons, seinem Untertanen Herr Ärmel, der Ladenbesitzerin Frau Waas und dem Lokführer Lukas bewohnt.
Als Jim nun heranwächst, überlegt der Monarch, wie die Insel mit so vielen Menschen existieren kann. Immerhin denkt er nicht daran, den Migranten Jim Knopf auszuweisen. Aber Alfons‘ Vorschlag, die Lokomotive Emma stillzulegen, kommt Jim und seinem väterlichen Freund Lukas so vor, als würde einem Menschen etwas angetan. Also bauen sie die Lokomotive zum Boot um und dampfen ab in die große, weite Welt.
Mag sein, dass man diese Passage der Geschichte heute etwas anders wahrnimmt als zur Entstehungszeit des Buches. Aber der Film hält sich, so weit das nur möglich ist, sehr genau an die Romanvorlage. Sobald Jim, Lukas und Emma die Insel Lummerland verlassen haben, wird der Film zum großen Abenteuer; voller Gefahren und stets mit starkem humanistischem Touch.
„Jim Knopf“ ist mit knapp 25 Millionen Euro Budget einer der teuersten Filme, die je in Deutschland gedreht wurden, und das sieht man der Produktion auch an. Nicht im negativen Sinne; hier wird nicht visuell geprotzt. Aber Regisseur Dennis Gansel hatte erkennbar die Mittel zur Verfügung, um einen Sturm auf dem Meer, einen asiatischen Palast oder ein (scheinbar) unüberwindliches Gebirgsmassiv so ins Bild zu rücken, dass die Szenen zum Fest für die Augen werden.
Mit Solomon Gordon (der ein wenig so ausschaut, als wäre er David Alabas jüngerer Bruder) und Henning Baum sind die Rollen von Jim Knopf und Lukas ideal besetzt. Man begleitet einen jugendlich-schwungvollen und einen bärenstark-gleichmütigen Abenteurer auf einer Expedition, die an jeder Station banges Herzklopfen auslösen könnte. Doch die Reisenden meistern die Herausforderungen mit viel Mut und Köpfchen.
Zugleich suggeriert die Story dem Publikum ganz ohne erhobenen Zeigefinger, dass man es mit Mut und Köpfchen weit bringen kann im Leben.
Wenn der Weg hinaus in die Welt dann auch noch zu persönlicher Weltoffenheit führt, wird unser Planet, so erzählt es diese phantastische Geschichte, zum  beglückenden Ort. Wozu jeder Erdenbürger das Seine beitragen kann.
 
IDEAL FÜR: junge und alte Fans der Geschichte von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer.      
 






Trailer
LÄNGE: 110 min
PRODUKTION: Deutschland 2018
KINOSTART Ö: 29.03.2018
REGIE:  Dennis Gansel
GENRE: Abenteuer|Familie/Kinder
ALTERSFREIGABE: ab 6


BESETZUNG
Solomon Gordon: Jim Knopf
Henning Baum: Lukas
Uwe Ochsenknecht: König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte
Annette Frier: Frau Waas
Christoph Maria Herbst: Herr Ärmel
Milan Peschel: Tur Tur
Rick Kavanian: Die wilde 13
Kao Chenmin: Kaiser von Mandala

Interview
„Wir haben dem Roman vertraut"
Mehr als 15 Jahre lang hat der Berliner Regisseur Dennis Gansel an dem Projekt gearbeitet, Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ins Kino zu bringen. Im FilmClicks-Interview berichtet er über die Hintergründe der aufwendigen 25-Millionen-Euro-Produktion. Mehr...
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