Wiener Weltpremiere von „Mission: Impossible 5“

Plauderstunden mit Tom Cruise

24.07.2015
von  Gunther Baumann
Zu Besuch in Wien: Tom Cruise bei der Weltpremiere von „Mission: Impossible – Rogue Nation“ © Katharina Sartena
Tom Cruise in Wien: Das war am 23. Juli der Anlass für ein Fan-Event, wie man es sonst aus Hollywood kennt. Der medienscheue, aber nicht menschenscheue Megastar nutzte die Weltpremiere seines Thrillers „Mission: Impossible – Rogue Nation“ zu einem ausgiebigen Bad in der Menge. Cruise gab stundenlang Autogramme, posierte für Selfies, plauderte mit den Fans. Anschließend ließ er sich in der zum Kino umfunktionierten Staatsoper – einem der wichtigsten Schauplätze des Films – für den rundum gelungenen fünften Teil der „Mission: Impossible“-Serie feiern. Der Film startet am 6. August im Kino.
Wo ist Tom Cruise? Ganz klar: Vorn, in in der Mitte, unter seinen Fans © Katharina Sartena

Wien.
Die Staatsoper war  für die Filmpremiere tagelang hergerichtet worden. Innen baute man in das (wegen der Sommerpause leer stehende) Haus ein komplettes IMAX-Kino ein. Und außen? Nun, da hatte das berühmte Opernhaus eine 60 Meter breite Zusatz-Fassade  bekommen, die irgendwie wirkte wie eine Kreuzung aus Operetten-Feststiege (fürs Défilée der Stars auf dem Roten Teppich) und Baustellen-Verschalung.  Einer Hi-Tech-Verschalung freilich, auf der Motive aus dem Film zu sehen waren.


 
Vor knapp einem Jahr wurden die Wien-Szenen des fünften „Mission: Impossible“-Thrillers  gedreht – und Cruise bekannte bei der Premiere, dass er damals durchaus aufgeregt war: „Ich habe mir ein bisschen in die Hosen gemacht.“  
 
Nicht, dass er vor der Aura des Bauwerks erschauerte. Es ging um die Stunts, die das Drehbuch innerhalb und außerhalb des Hauses von ihm abverlangte. Wer den Film demnächst sieht, wird über diese Szenen staunen. Während eine „Turandot“-Vorstellung läuft, turnt Cruise als Agent Ethan Hunt wie ein Akrobat durch den Schnürboden oder an der Fassade entlang. Obendrein hat er gefährliche Kämpfe zu bestehen. Denn die Story will es, dass bei dieser „Turandot“ nicht nur Opernfreunde im Saal sitzen. Ein Mordanschlag ist geplant.
 
In der Oper begegnet Ethan Hunt auch seinem Kumpel, dem Computer-Nerd  Benji Dunn (Simon Pegg) und der eleganten Schwedin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson), bei der man  nie so genau weiß, auf welcher Seite sie steht. Auch wenn sie dem Agenten Hunt in höchster Not mehrfach aus der Patsche hilft.
 
Tom Cruise und Simon Pegg am Nachmittag vor der Wiener Premiere © Katharina Sartena

Ehrengäste. Simon Pegg und Rebecca Ferguson kamen ebenfalls als Ehrengäste zur Weltpremiere nach Wien – genauso wie Regisseur Christopher McQuarrie. Darüber hinaus hatte das Universal-Studio 90 internationale Journalisten eingeladen, die nicht nur über den Film berichteten, sondern auch über die schöne Stadt Wien.

Das lässt Österreichs Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner von einer lukrativen Umwegrentabilität für den Fremdenverkehr schwärmen: „Filmproduktionen wie ,Mission: Impossible‘ haben durch ihre weltweite Vermarktung einen hohen touristischen Wert, da viele Reise-Entscheidungen auch aufgrund von Filmmotiven getroffen werden.“
 
Das Wirtschaftsministerium zahlte aus den Mitteln des Fördermodells FISA (Filmstandort Austria) 750.000 Euro, um die Hollywood-Großproduktion nach Wien zu holen. Das Filmteam gab dann in Österreich 3,4 Millionen Euro aus. Und der Werbewert wird gar auf „bis zu 100 Millionen Euro“ geschätzt.
 
Für Marijana Stojsits, die Chefin der Vienna Film Commission, sind solche Zahlen ein Argument, um für prallere Fördertöpfe zu werben: „Es wäre sinnvoll, das Budget der FISA zu verdoppeln.“




Kritik
Mission: Impossible - Rogue Nation
„Mission: Impossible – Rogue Nation“ ist ein rasanter Action-Thriller, der das Publikum von der ersten Sekunde an in Atem hält. Tom Cruise brilliert in der Rolle des Agenten Ethan Hunt,  der diesmal der Wiener Staatsoper einen Besuch abstattet – um Österreichs Kanzler vor einem Anschlag zu schützen. Mehr...