Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste

Nichts wie weg aus der Schreckenswelt


FilmClicks:
„Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste“: Thomas (Dylan O'Brien, re.) & Freunde © 2015 20th CenturyFox
DIE STORY: „Maze Runner“: Im ersten Teil der Jugendbestseller-Verfilmung erlebten wir, wie dem jungen Thomas (Dylan O’Brien) und seinen Freunden die Flucht aus einer labyrinth-artigen Schreckenswelt gelang.
In „Die Auserwählten in der Brandwüste“, dem zweiten Teil der Science-Fiction-Trilogie, müssen die Jungs und ihre Freundin Teresa (Kaya Scodelario) schon wieder flüchten. Diesmal vor einer Organisation namens WCKD (World Catastrophe Killzone Department). Die gibt vor, die Menschen vor Bedrohungen der Außenwelt zu schützen. Doch Thomas und die anderen werden in ein Lager gesperrt und sie finden heraus, dass viele Jugendliche dort zu Opfern lebensbedrohlicher medizinischer Experimente werden.
Also geht es wieder hinaus. Diesmal in die Brandwüste, eine zerstörte Welt, in der tödliche Viren lauern sollen. Als die Freunde dort aber Kontakt mit einer Truppe von Widerstandskämpfern aufnehmen, spüren sie erstmals die Hoffnung auf ein besseres Leben.

Hindernisse, wohin man schaut: Die Kids wollen abhauen © 2015 20th Century Fox

DIE STARS: Der 24-jährige Dylan O`Brien hat sich mit „Maze Runner“ in die erste Reihe der Hollywood-Nachwuchstalente gespielt. Thomas Brodie-Sangster (Newt) und Kaya  Scodelario (Teresa), seine Kumpels aus dem ersten Teil, sind auch diesmal mit von der Partie.
Patricia Clarkson, kürzlich mit Ben Kingsley im Arthaus-Hit „Learning To Drive“ im Taxi unterwegs, spielt eine sinistre Machthaberin. Der Ire Aidan Gillen („Am Sonntag bist du tot“) ist ihr als Adlatus stets ergeben.

Wer hängt denn da wieder rum? Das Leben ist hart in „Maze Runner“ © 2015 20th Century Fox

DIE KRITIK: Verzweifelte Menschen auf der Flucht: Die ersten Sequenzen von „Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste“ sind von großer Eindringlichkeit. Man kann gar nicht anders, als an die Flüchtlinge zu denken, die gegenwärtig wegen der Schrecken der Kriege im arabischen Raum nach Europa ziehen.
Die Flüchtlinge auf der Leinwand werden von (scheinbar) wohlmeinenden Helfern in Empfang genommen; man verspricht ihnen Frieden und Sicherheit. Doch anders als in der europäischen Realität gibt es für die Wanderer kein Asyl, sondern neue Gefahren.
Thomas (Dylan O’Brien), der Held der „Maze Runner“-Saga, entdeckt, dass seine Freunde und er in der Kaserne, in der man sie einquartiert hat, bald als Versuchskaninchen dienen sollen. Als Menschenopfer, aus deren Körpern die ominöse Organisation WCKD einen Impfstoff gegen einen Virus destillieren will, der angeblich die ganze Welt bedroht.
Wer nimmt so ein Schicksal freiwillig auf sich? Die fluchterprobten Kids rund um Thomas definitiv nicht. Nach harten Kämpfen gelingt es ihnen, abzuhauen. Wobei sie nicht nur die schwer bewaffneten Krieger der WKCD als Gegner haben, sondern auch schaurige Zombie-artige Wesen. Die haben zwar jede positive Lebenskraft verloren, nicht aber die Aggression und die Fähigkeit zum Angriff.
Regisseur Wes Hall hüllt seinen Science-Fiction-Film in bedrohlich attraktive Bilder und wirkungsvoll arrangierte Action-Sequenzen. Der zweite Teil der „Maze Runner“-Trilogie zeigt zerstörte Landschaften, in denen nicht viel Leben und nicht viel Freude zurückgeblieben sind.
Der Film könnte nun Stoff bieten zum Nachdenken über den Zustand dieser kaputt futuristischen  und unserer realen Welt. Er könnte nach Parallelen suchen zwischen der düsteren Utopie und der Wirklichkeit. Leider verzichtet er darauf.
Statt dessen schickt die Story Thomas und seine Freunde, nachdem sie das Kasernen-Areal hinter sich gelassen haben, von einem kämpferischen Konflikt in den nächsten. Statt der Worte regiert die Gewalt – auch im Finale, als die Gruppe bei Oppositionellen Zuflucht findet. Nicht einmal dort ist den Figuren Frieden gegönnt: Zu einem zünftigen Science-Fiction-Film gehört halt ein zünftiger Showdown. Also wird noch einmal geballert, was das Zeug hält.
Dieser Overkill an Kampf tut dem Film nicht gut. Ganz im Gegenteil: Nach dem hochinteressanten Beginn verflacht „Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste“ immer mehr und endet schließlich in lauthals lärmender Langeweile. Ob den Machern für den Abschlussfilm der Trilogie („Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone“ kommt 2017 ins Kino) wohl ein würdiges Finale einfällt?
 
IDEAL FÜR: für die Fans des ersten Films der Serie und für die Leser der „Maze Runner“-Romane von James Dashner.






Trailer
LÄNGE: 132 min
PRODUKTION: USA 2015
KINOSTART Ö: 24.09.2015
REGIE:  Wes Ball
GENRE: Abenteuer|Science Fiction


BESETZUNG
Dylan O'Brien: Thomas
Kaya Scodelario: Teresa
Thomas Brodie-Sangster: Newt
Aidan Gillen: Janson
Patricia Clarkson: Ava Paige
Barry Pepper: Vince