Shoplifters - Familienbande

Der Siegerfilm des Festivals Cannes 2018


FilmClicks:
„Shoplifters - Familienbande“: Ein preisgekröntes Sozialdrama, das am Rande der Gesellschaft spielt © Filmladen
GESAMTEINDRUCK: „Shoplifters - Familienbande“ ist der Gewinner der Goldenen Palme des Festivals Cannes 2018: Ein japanischer Film, der sehr viel gesellschaftliche Misere zeigen will und nur am Rande unterhält.     
 
DIE STORY: Das Drama „Shoplifters“ spielt in einem Teil der japanischen Gesellschaft, in den man nur selten Einblick bekommt: Es geht um die Ärmsten der Armen. Eine Familie mit drei Kindern ist komplett durch das gesellschaftliche Raster gefallen. Sie verschaffen sich durch Einbrüche die nötigsten Lebensmittel. Durch einen Zufall kommt heraus, dass die Kinder keineswegs die eigenen sind. Die vermeintlichen Eltern haben sie einfach unterwegs aufgesammelt. Nun fragen sich alle, wie es dazu kommen sollte und wie wir in unserer heutigen Zeit so herzlos werden konnten. 
 
DIE STARS: Der preisgekrönte Film kommt komplett ohne Stars aus. Regisseur Hirokazu Koreeda ist gut im internationalen Festival-Betrieb verankert. Für „Still Walking“ gewann er 2009 den Asian Film Award, für „Like Father, Like Son“ 2013 den Preis der Jury von Cannes.

„Shoplifters“ ist ein Film, der von der Auswirkung von Armut auf eine Familie erzählt © Filmladen

DIE KRITIK: „Shoplifters - Familienbande“ ist ein Drama, das sehr gut in unsere Zeit passt. Ein sehr engagierter Film über die Frage, was uns heute Familie bedeutet und bei wem Kinder am besten aufgehoben sind.
Der Japaner Hirokazu Koreeda erzählt von einer, auf den ersten Blick, ganz normalen Familie der Unterschicht. Vater und Mutter plus drei Kinder leben bei der Oma in ihrem kleinen Häuschen, das sie eigentlich nur allein bewohnen darf. Den Unterhalt bestreitet die Familie mit Diebstahl, also „Shoplifting“. Aber dann wird eines der Kinder verletzt und es kommt heraus, dass die Erwachsenen sich Kinder, die es anderswo schlecht hatten, „geshopliftet“ haben.
Das Drama ist gemächlich bis behäbig erzählt. Hin und wieder schimmert mal ein Funken Hoffnung und Humor durch. Extrem gut gemeint – ohne Frage. Aber trotzdem zählt „Shoplifters“ zu jenen Filmen, deren Publikums-Chancen im Kino sehr eng begrenzt sind.
 
IDEAL FÜR: Arthaus-Fans, die nicht davor zurückschrecken, dem Elend der Welt zuzuschauen






Trailer
LÄNGE: 122 min
PRODUKTION: Japan 2018
KINOSTART Ö: 28.12.2018
REGIE:  Hirokazu Koreeda
GENRE: Drama
ALTERSFREIGABE: ab 16


BESETZUNG
Sakura Andô: Nobuyo Shibata
Jyo Kairi: Shota Shibata