Schatz, nimm du sie!

Kein Herz und keine Seele


FilmClicks:
Ehekrach auch im Kostüm: Maxim Mehmet und Carolin Kebekus © Thimfilm
DIE STORY: Die plumpe deutsche Komödie „Schatz, nimm Du sie!“ berichtet von Marc (Maxim Mehmet) und Toni (Carolin Kebekus). Dem Ehepaar fällt es nach einer Reihe von Jahren der Gemeinsamkeit und nach zwei Kindern auf, dass der Reiz weg ist.
Man will sich trennen. Erst einvernehmlich. Er soll seine geplante halbjährige Dienstreise als Arzt nach Haiti antreten, während sie daheim auf die Kinder aufpasst. Aber dann knutscht er fremd und sie erklärt ihm den Rosenkrieg.
Da sie nun auch das Angebot bekommt, ins Ausland zu gehen, will keiner die Kinder nehmen und es entbrennt ein peinlicher Wettkampf, welches Elternteil sich drastischer daneben benehmen kann.

Keine Sympathieträger: Emma (Arina Prokofyeva) und Tobias (Arsseni Bultmann) © Thim

DIE STARS: Wenn man Deutschlands aktuelle Comedy-Queen Carolin Kebekus („Männertag“) zum ersten Mal in einer Komödien-Hauptrolle besetzt, sollte im Grunde wenig bis nix schief gehen. Zumal an ihrer Seite mit Maxim Mehmet („Männerherzen“),  Axel Stein („Nicht mein Tag“) und Jasmin Schwiers („Männerhort“) bewährte Kräfte im Einsatz sind. Aber bei einem derart grottigen Drehbuch wie bei „Schatz, nimm Du sie!“ können selbst die begabtesten Comedians nichts mehr retten.    

Die spießigen Freunde: Axel Stein und Jasmin Schwiers © Thim

DIE KRITIK: „Schatz, nimm Du sie!“ ist ein Film, der sich alle Mühe gibt, dass man sein Personal nicht ausstehen kann. Die Eheleute  Marc und Toni sind verzogene Wohlstands-Bratzen, denen das Leben noch nie übel mitgespielt hat und die jetzt beim Abflauen der Liebe – es sind nicht einmal Anzeichen einer Krise spürbar – auseinander rennen.
Ihre Kinder Emma (Anna Prokofyeva) und Tobias (Arsseni Butlmann) sind einfach nur nervtötend und unsympathisch ohne Ende.
Die Freunde Paul (Axel Stein) und Fabienne (Jasmin Schwiers) dürfen als birkenstocksandalentragende Dumpfbacken hin und wieder Stichworte geben.
All das wäre nicht schlimm, wenn der Film auch nur ansatzweise das hinbekommen hätte, was die französische Vorlage „Mama gegen Papa“ geschafft hat: einen Rosenkrieg mit makabren Scherzen und Schmerzen.
Hier aber tut es nur weh, wie Regie-Antitalent Sven Unterwaldt („7 Zwerge“) eine Szene nach der nächsten vergurkt. In 93 Minuten gelingt ihm kein einziger witziger Moment.
Die Partner erklären sich den Scheidungs-Krieg. Sie wollen ihre Kinder nicht und inszenieren eine Peinlichkeit nach der nächsten. Etwa, wenn Carolin Kebekus als Toni ihre Tochter auf eine Party begleitet und blank zieht. Oder wenn sich Maxim Mehmet als Marc in aller Öffentlichkeit in ein Indianer-Kostüm schmeißt. Zwischendrin schlagen sie einander mal halbtot und haben dann Sex. Dann brennt das Haus ab. Und am Ende reisen alle gemeinsam fort und sind quietschfidel am Meer.
Da kann man nur aufstöhnen: Wo ist eine Springflut, wenn man sie mal wirklich braucht? 
 
IDEAL FÜR: Menschen, die nach einem stressigen Tag einfach mal ohne nachzudenken in eine Richtung gucken wollen. Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster ist allerdings amüsanter – und kostet nix!  






Trailer
LÄNGE: 93 min
PRODUKTION: Deutschland 2016
KINOSTART Ö: 16.02.2017
REGIE:  Sven Unterwaldt Jr.
GENRE: Komödie
ALTERSFREIGABE: ab 12


BESETZUNG
Axel Stein: Paul
Carolin Kebekus: Toni
Maxim Mehmet: Marc
Jasmin Schwiers: Fabienne

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