Planet der Affen: Survival

Ein finsterer Sommer-Blockbuster


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„Planet der Affen: Survival“: Zwischen Menschen und Affen stehen die Zeichen auf Krieg © 2017 20th CenturyFox
DIE STORY: Mit „Planet der Affen: Survival“ geht die für drei Teile konzipierte Neuauflage des Kampfes Mensch gegen Affe zu Ende. Der Untertitel ist sehr gut gewählt, denn das Thema dieses beinharten Action-Science-Fiction-Westerns ist nichts Geringeres als das Überleben.
Erneut krachen Menschen und Affen nach einer Apokalypse aufeinander. Es gibt immer weniger Menschen, während die Affen immer schlauer werden und kurz davor stehen, die Kontrolle auf der Erde zu übernehmen.
Eine letzte Schlacht soll nun die Entscheidung bringen. Ein größenwahnsinniger Offizier (Woody Harrelson) will die Affen unter der Führung von Caesar (Andy Serkis) vernichten. Aber die Affen entwickeln sich nicht ohne Grund rasend schnell. Sie werden es den Menschen sehr, sehr schwer machen.

Affen-Anführer Caesar (Andy Serkis) hat sein Vertrauen zu den Menschen verloren © CentFox

DIE STARS: Andy Serkis hätte ihn endlich mal verdient, den Oscar. Der Brite ist der bekannteste unbekannte Schauspieler der Welt. In „Der Herr der Ringe“ und „Hobbit“ etwa spielte er die im Trickcomputer vollendete Figur des Gollum. Nachdem Serkis schon in Peter Jacksons „King Kong“ als Bewegungsmodell für den Titelhelden im Einsatz war, porträtiert er nun in „Planet der Affen: Survival“ zum dritten Mal den Affen-Anführer Caesar. Serkis gibt Ceasar viel Menschlichkeit mit; viel Drama und Wut und Würde. Er ist das emotionale Zentrum dieses gewaltigen Films.
Sein Gegenspieler Woody Harrelson macht seine Sache ebenfalls sehr gut. Aber ein paar Marlon-Brando-Manierismen weniger hätten es auch getan.

Woody Harrelson spielt den zum Kampf entschlossenen Colonel © CentFox

DIE KRITIK: Die beiden ersten „Planet der Affen“-Teile 2011 und 2014 waren schon alles andere als Stimmungskanonen. Aber im Vergleich zu diesem Finale sind sie quietschbunter Karneval gewesen.
„Planet der Affen: Survival“ ist definitiv einer der finstersten Blockbuster dieses Kinosommers. Die Sonne scheint sich komplett verabschiedet zu haben. Es herrschen Düsternis und Hoffnungslosigkeit. Gefilmt in herrlichen Panoramen, ist dies das perfekte Werk für alle, die den Herbst-Blues lieben.
Mitten in diesem Gefühlstief steckt Caesar (Andy Serkis). Von Menschen erst liebevoll aufgezogen, dann von ihnen für Experimente missbraucht, will er zu Beginn von „Survival“ eigentlich nur seine Ruhe.
Die Affen haben sich ihr kleines Reich geschaffen, das aber von Soldaten entdeckt und gestürmt wird. Caesars Familie kommt dabei um, was aus dem um Frieden mit den Menschen bedachten Tier eine Rache-Maschine macht.
Es formieren sich zwei Lager von Menschen und Affen, von denen man denken könnte, dass sie nun wüst aufeinander einschlagen. Aber so leicht will es Regisseur Matt Reeves dem Zuschauer nicht machen. Denn zwar folgt das große Hauen und Stechen und Schießen - doch die Auseinandersetzung entwickelt sich anders als vermutet.
Und am Ende steht wie bei jedem guten Kunstwerk über den Krieg die Erkenntnis, dass es nur Verlierer geben kann.
 
IDEAL FÜR: Alle Fans der „Planet der Affen“-Reihe und für Zuschauer, die wuchtige und clever gemachte Science Fiction mögen.






Trailer
LÄNGE: 144 min
PRODUKTION: USA 2017
KINOSTART Ö: 03.08.2017
REGIE:  Matt Reeves
GENRE: Abenteuer|Action|Science Fiction
ALTERSFREIGABE: ab 12


BESETZUNG
Andy Serkis: Caesar
Woody Harrelson: Colonel
Judy Greer: Cornelia

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