Pitch Perfect 3

Schöne Stimmen, schwache Story


FilmClicks:
Habt Acht! Die Bellas singen in „Pitch Perfect 3“ für US-Soldaten in Europa © Universal
DIE STORY: „Pitch Perfect 3“ rankt sich einmal mehr um die Vokalgruppe der Barden Bellas, die im letzten Film die Weltmeisterschaft im A-Capella-Gesang gewannen. Nun suchen die Mädels, die mittlerweile in die freudlose Arbeitswelt eingetaucht sind, eine neue musikalische Herausforderung.
Diese winkt ihnen bei einer Tournee durch die US-Militärstützpunkte in Europa, wo sie den Soldaten was vorsingen sollen. Darüber hinaus winkt ihnen ein Auftritt im Vorprogramm des (real existierenden) DJ Khaled. Um hier zum Zuge zu kommen, müssen sie aber erst einmal andere Bands übertrumpfen, die ebenfalls auf den Stützpunkten rocken.
Allerdings können sich Bella (Anna Kendrick), Fat Amy (Rebel Wilson) und die anderen Girls  nicht komplett auf die Musik konzentrieren. Erst fackeln sie durch pure Ungeschicklichkeit eine Hotel-Etage ab. Und dann geraten sie ins Visier des Gauners und Millionen-Jongleurs Fergus (John Lithgow), dem Vater von Fat Amy. Der verleiht seinem Standpunkt in einem ernsten Streit mit Tochter Amy dadurch Gewicht, dass er die Mädels auf eine Yacht entführt.

Fat Amy (Rebel Wilson) und Beca (Anna Kendrick) sind wieder die Hauptfiguren © Universal

DIE STARS: Mit Anna Kendrick („Up In The Air“), Hailee Steinfeld („True Grit“) und John Lithgow („Hinterm Mond gleich links“) bietet „Pitch Perfect 3“ renommierte Darsteller auf, die man sonst eher selten in Trash-Komödien sieht. Comedy-Schwergewicht Rebel Wilson macht einmal mehr durch rabiaten Gesang und rabiate Faustschläge auf sich aufmerksam.

Beca (Anna Kendrick) singt sich in „Pitch Perfect 3“ in den Vordergrund © Universal

DIE KRITIK: In den ersten zwei Filmminuten ist „Pitch Perfect 3“ sensationell gut. Da führen die Bellas in einer perfekt arrangierten A-Capella-Version des Britney-Spears-Songs „Toxic“ vor, wie fantastisch sie den vielstimmigen Chorgesang beherrschen (wenn es denn die Originalstimmen der Darstellerinnen sind, die man da hört).
Doch nach diesen zwei Minuten plumpst Rebel Wilson alias Fat Amy mit einem wilden Schrei durch ein Glasdach auf die Bühne, und gleich darauf geht’s explosiv und feurig zu, als wäre man in einem Action-Reißer gelandet. Da wird der Musik in diesem Musikfilm einfach der Ton abgedreht.
Die Bellas – voran Anna Kendrick, die ihr großes Gesangstalent schon in Filmen wie dem Musical „Into The Woods“ demonstrierte – bekommen in „Pitch Perfect 3“ noch einige Male Gelegenheit, das Publikum musikalisch zu betören. Da spürt man, was für ein großartiger Musikfilm mit diesem Ensemble möglich gewesen wäre.
Doch statt auf den Spuren von Kino-Hits wie „Fame“ oder „The Commitments“ zu wandeln, werden die Mädels in eine humorlose, charmebefreite und vor allem unglaublich dämliche Rahmenhandlung gezwungen. Regisseurin Patricia Sie, eine gelernte Choreographin, bringt zwar die Musiknummern passabel auf die Leinwand, scheitert aber voll und ganz am Bemühen, den lieblos zusammengeschusterten Dialogen Leben einzuhauchen.
So bleiben über „Pitch Perfect 3“ nur zwei positive Dinge zu sagen. Erstens: Die Musik-Sequenzen machen Spaß. Zweitens: Es wird gottlob keine neue Fortsetzung mehr geben. Die „Pitch Perfect“-Trilogie ist abgeschlossen.
 
IDEAL FÜR: Fans der anderen zwei „Pitch Perfect“-Filme.  






Trailer
LÄNGE: 94 min
PRODUKTION: USA 2017
KINOSTART Ö: 21.12.2017
REGIE:  Trish Sie
GENRE: Komödie|Musikfilm
ALTERSFREIGABE: ab 10


BESETZUNG
Anna Kendrick: Beca
Rebel Wilson: Fat Amy
Hailee Steinfeld: Emily
John Lithgow: Fergus
Ruby Rose: Calamity
Elizabeth Banks: Gail
DJ Khaled: Er selbst

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