Meine Zeit mit Cézanne

Künstlerfreunde fürs Leben


FilmClicks:
„Meine Zeit mit Cézanne“: Émile Zola (Guillaume Canet, li.) und Paul Cézanne (Guillaume Gallienne) © Filmladen
DIE STORY: „Meine Zeit mit Cézanne“ ist eine Biografie, die das Leben von zwei Granden der französischen Kultur miteinander verknüpft. Paul (Guillaume Gallienne) und Émile (Guillaume Canet) sind Freunde seit ihrer Kindheit, die sie gemeinsam in Aix-en-Provence verbringen. Niemand ahnt, dass aus ihnen mal der Maler Paul Cézanne und der Dichter Émile Zola werden sollen.
Der Film folgt wunderschön stimmungsvoll den Lebensläufen, die mal auseinander und dann wieder aufeinander zulaufen. Cézanne und Zola gehen nach Paris. Sie verlieben sich in dieselbe Frau (die aber nur einer der beiden haben kann). Manchmal verzweifeln sie aneinander, doch stets betrachten sie sich als enge Freunde.
 
Kreatives Landleben: Cézanne (re.) und Zola genießen die Natur © Filmladen

DIE STARS: Der Film wird geprägt von zwei Großen des französischen Films. Bei uns noch nicht so populär, sind sie in ihrem Heimatland längst Stars, Guillaume Gallienne („Maman und ich“) und Guillaume Canet („Kleine wahre Lügen“) spielen im neuen Film von Danièle Thompson („Jet Lag“) ganz zauberhaft miteinander..
 
DIE KRITIK: Paul Cézanne und Émile Zola. Der eine ein großartiger Maler, dessen Werke heute in den Museen der Welt hängen. Der andere ein Autor von Weltrang, der heute noch gelesen wird. Was klingt wie ausgedacht für eine neue Netflix-Serie, hat es wirklich gegeben. Das Leben der beiden Künstler war aufs Engste miteinander verzahnt.
Dabei hätte alles auch ganz anders kommen können. Mitte des 19. Jahrhunderts wuchsen die beiden in der südfranzösischen Provinz, in Aix-en-Provence, auf. Zola stammte aus den unteren sozialen Schichten. Cézanne hat als Bankierssohn nie Armut kennengelernt. Als sie sich auf dem Schulhof begegneten, hätten sie sich auch prügeln oder aus dem Weg gehen können. Aber sie schlossen schnell Freundschaft, die ein Leben lang hielt.    
Die französische Filmemacherin Danièle Thompson legt „Meine Zeit mit Cézanne“ sehr unterhaltsam an und scheut auch nicht davor zurück, an dramatischen Stellen ordentlich Musik aufzufahren. Sowohl Zola als auch Cézanne müssen sehr eigene, zum Teil widerborstige Charaktere gewesen sein. Im Film nimmt keiner der Protagonisten, Guillaume Gallienne und Guillaume Canet, dem anderen Szenen weg. Das ist sehr angenehm anzuschauen
„Meine Zeit mit Cézanne“ ist ganz sicher nichts für den Freund des intellektuellen französischen Kinos, in dem wenig geredet und viel angedeutet wird. Diese Biografie hat Kraft und zeigt das Leben in all seinen Widersprüchen. Wie die Männer um ihre Freundschaft ringen. Wie sich ihre Künstler-Persönlichkeiten entwickeln. All das ist mit dickem Pinsel auf die Leinwand gewuchtet. 
      
IDEAL FÜR: Menschen, die Film-Biografien mögen und gern ausführlich über Künstler und Zeit unterrichtet werden. 
 






Trailer
LÄNGE: 114 min
PRODUKTION: Frankreich 2016
KINOSTART Ö: 23.12.2016
REGIE:  Danièle Thompson
GENRE: Biografie|Komödie
ALTERSFREIGABE: ab 16


BESETZUNG
Guillaume Gallienne: Paul Cézanne
Guillaume Canet: Émile Zola
Alice Pol: Alexandrine Zola