Mahana - Eine Maori-Saga

Die Liebe in Zeiten verfeindeter Clans


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Ein Kuss mit Folgen: Die Liebenden stammen aus verfeindeten Familien © Polyfilm
DIE STORY: „Mahana“ erzählt eine faszinierende Familien-Geschichte aus einer uns sehr fernen Welt. In den 1960er Jahren stehen sich im ländlichen Neuseeland die beiden verfeindeten Schafschur-Dynastien Mahana und Poata gegenüber. Als sich der jüngste Spross der Mahana-Sippe in ein Mädchen des Poata-Clans verliebt, brechen Konflikte aus, die in ihrer Macht an Shakespeare erinnern. Tolle Landschaften, eindrucksvolle Charaktere und atemberaubende Schafschur-Wettbewerbe.

Temuera Morrison (li.) beeindruckt als Patriarch des Mahana-Clans © Polyfilm

DIE STARS: Den größten Namen bei diesem Projekt trägt sicher der Regisseur. Der Neuseeländer Lee Tamahori hatte mit seinem Erstling „Die letzte Kriegerin“ 1994 einen beeindruckenden Film über die Volksgruppe der Maori geschaffen, den man sich auch heute noch sehr gut anschauen kann. Danach kam eine Karriere in Hollywood mit Filmen wie „Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund“ und „James Bond: Stirb an einem anderen Tag“.
Bei „Mahana“ ragt aus dem Ensemble besonders Temuera Morrison („Star Wars Episode III“) heraus. Als Patriarch des Mahana-Clans entfaltet er beinahe biblische Wucht. Wenn er seine Stimme erhebt, dann sind alle um ihn herum still und selbst im Kino zieht man unwillkürlich den Kopf ein.
 
DIE KRITIK: „Mahana“ dürfte es nicht leicht haben, Zuschauer in die Kinos zu locken. Neuseeland, Maori, Schafzucht - das klingt erstmal nicht nach einem Film, den man im Kino sehen muss. Aber Lee Tamahoris Drama, das wie ein klassischer Western ausschaut, gehört genau dorthin. Die Bilder der Landschaft sind unfassbar schön und die Konflikte (inklusive dunklem Familiengeheimnis und Happy End) sind so groß, dass man sich vom Regisseur sehr gern zwei Stunden ans andere Ende der Welt entführen lässt.
Im Grunde genommen wird hier eine Light-Variante von „Romeo und Julia“ erzählt. Die verfeindeten Clans Mahana und Poata treffen ständig aufeinander, da sie Schafe scheren und darauf angewiesen sind, die Tiere der Züchter ringsumher zu bekommen. Aber außer dem Beruf gibt es zwischen den Familien seit Jahrzehnten keine Kontakte.
Bis sich eines Tages Simeon (Akuhata Keefe) von den Mahanas in eine der Poata-Töchter verliebt. Die unschuldige Liebe wird von den Clans nicht geduldet. Besonders der Patriarch Tamihana ist strikt gegen diese Verbindung und verweigert ihnen jede Hilfe.
Wie sich dann alles noch zum Guten fügt, wie der Alltag (traditionelles Besingen von Bienenstöcken und allerlei Überraschungen mehr) in die Handlung einfügt, das hat den Atem von großen Kinodramen.
 
IDEAL FÜR: Fans von Western und episch angelegten Familien-Geschichten. Die Schafschur sieht man nach diesem Film garantiert anders als zuvor.






Trailer
LÄNGE: 103 min
PRODUKTION: Neuseeland 2015
KINOSTART Ö: 30.09.2016
REGIE:  Lee Tamahori
GENRE: Drama
ALTERSFREIGABE: ab 16


BESETZUNG
Temuera Morrison: Tamihana Mahana
Akuhata Keefe: Simeon Mahana
Nancy Brunning: Ramona Mahana
Jim Moriarty: Rupeni Poata
Yvonne Porter: Poppy Poata