Annabelle 2

Horror im Puppen-Haus


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Da sitzt sie ja: Annabelle, die schlimme Puppe (l.), wartet darauf, Menschen zu erschrecken © Warner Bros.
DIE STORY: „Annabelle 2“ ist ein Prequel-Film über die derzeit beliebteste Horror-Puppe des Kinos. Zum ersten Mal tauchte Annabelle 2013 in „Conjuring – Die Heimsuchung” auf. Dann bekam sie 2014 ihren ersten eigenen Film. Und nun wird ihre Vorgeschichte erklärt.
Der Plot: In den 1960er Jahren lebt das schon etwas ältere Ehepaar Sam und Esther Mullins (Anthony LaPaglia und Miranda Otto), dessen Tochter vor Jahren gestorben ist, in einem weitläufigen, heruntergekommenen Haus. Da sich die beiden Gesellschaft wünschen, laden sie eine Nonne und ein paar Waisenkinder ein, bei ihnen zu wohnen.
Die Kinder dürfen überall im Haus hin. Nur ein Zimmer ist abgeschlossen. Dort hat früher die Tochter gewohnt. Ein Kind geht aber trotz des Verbots ins Zimmer. Und findet dort die Puppe Annabelle, die nun – da sie besessen ist – für mächtiges Chaos sorgt.

Die Eheleute Sam & Esther (Anthony LaPaglia & Miranda Otto) beherbergen Annabelle in ihrem Haus © Warner

DIE STARS: Annabelle ist auf dem Weg, einer der fiesen Klassiker des modernen Horrorfilms zu werden. Also Annabelle, die Puppe.
Schon der Mastermind des „Conjuring“-Universums, Produzent James Wan, wusste die Puppe effektvoll gleich zu Beginn des ersten „Conjuring“-Films einzusetzen. Doch er hat sie sich nicht ausgedacht. Die originale Puppe sitzt gut behütet im Museum des Übernatürlichen und Bösen der realen Geisterjägerin Lorraine Warren. Mit ihrem Mann Ed hat sie Annabelle dereinst von einem ihrer Aufträge mitgebracht.
Annabelle hat also schon ein langes Leben hinter sich. Und wie die Dinge stehen, wird das wohl noch eine ganze Weile so weitergehen. Auf der Leinwand, wo sie mit ihrem unheimlichen Lächeln gar wunderbar für Schrecken sorgt.

Ein Kruzifix kann nie schaden, wenn es gespenstisch wird © Warner

DIE KRITIK: Es war nicht damit zu rechnen, dass die dämonische Puppe Annabelle einen zweiten persönlichen Film bekommen würde. Denn ihr erster Titelrollen-Auftritt in „Annabelle“ war alles andere als eine Offenbarung. Aber der Film spielte im Kino weit mehr als 200 Millionen Dollar ein – bei Kosten von gerade mal 6,5 Millionen. Diese Zahlen waren offenbar ein guter Grund, der Puppe erneut eine Chance zu geben.
Bei „Annabelle 2“ hat Produzent James Wan ein gutes Händchen bei der Wahl des Regisseurs bewiesen. Denn der Schwede David F. Sandberg („Lights Out“) erzählt nicht einfach ein beliebiges weiteres Kapitel des Schreckens (wie es leider bei „The Conjuring 2“ geschah).
Zum einen geht Sandberg in diesem Prequel zurück an den Anfang und stellt die berechtigte Frage, woher Annabelle eigentlich kommt und wie sie zu der Figur wurde, als die wir sie heute kennen.
Noch viel geschickter aber stellt sich der Regisseur an, wenn es darum geht, Schrecken zu erzeugen. Denn Sandberg ist nicht auf den schnellen und sehr oft billigen Schrei-Horror aus. Er setzt - wie es schon die alten Meister taten - Licht und Schatten sehr effektiv ein. Außerdem zögert er den Moment des Grusels oft sehr schön hinaus. Man darf sich nie sicher sein, ob der ja auch erlösende Schrecken mit einem Rumms einsetzt oder noch gewartet wird.
Fazit: Die Welt des Horrorfilms hebt „Annabelle 2“ ganz sicher nicht aus den Angeln. Aber der Film unterhält ganz ausgezeichnet.

IDEAL FÜR: Kinogänger, die es schaurig-schön auf der Leinwand lieben. Und natürlich für alle Fans der „Conjuring“-Reihe.






Trailer
LÄNGE: 110 min
PRODUKTION: USA 2017
KINOSTART Ö: 24.08.2017
REGIE:  David F. Sandberg
GENRE: Horror
ALTERSFREIGABE: ab 16


BESETZUNG
Anthony LaPaglia: Samuel Mullins
Miranda Otto: Esther Mullins
Lulu Wilson: Linda

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