Das ewige Leben

Jugendlieben, Jugendsünden und ein Kopfschuss

21.08.2014
von  Gunther Baumann
Polizeikontrolle. Hader/Brenner: „Ich hab eine Helmbefreiung. Wegen Schuppenflechte und Migräne“ © Luna Film
Der Autor: Wolf Haas. Der Star: Josef Hader. Der Regisseur: Wolfgang Murnberger. Schon drei Mal hat dieses Trio im Kino Furore gemacht, mit den Thriller-Grotesken um den Detektiv und Ex-Polizisten Brenner. Jetzt hat Wolfgang Murnberger  „Das ewige Leben“ abgedreht. Es ist die nächste Verfilmung eines Wolf-Haas-Bestsellers, in der Josef Hader als griesgrämiger Brenner durch die Straßen schleicht. Am 6. März 2015 beginnt „Das ewige Leben“ im Kino. Und weil der Film das Zeug zum ganz großen Austro-Blockbuster hat, tröpfeln langsam ein paar frühe Informationen nach außen. FilmClicks zeigt die ersten Fotos.
Roman No. 6. „Das ewige Leben“ ist der letzte der sechs Brenner-Thriller, die den Wiener Wolf Haas zum Star-Literaten machten. Wie immer geht’s los mit dem Satz „Jetzt ist schon wieder was passiert“. Wie immer ist das Blut dunkelrot und der Humor pechschwarz. Doch etwas ist anders als sonst. Das liegt an einem Kopfschuss, der merkwürdige Folgen nach sich zieht.

Alte Kollegen - alte Freunde? Tobias Moretti und Josef Hader © Luna Film

In der Notiz über den Inhalt von „Das ewige Leben“ liest sich das so: „Brenner kehrt nach Graz zurück, in die Stadt seiner Jugend. In der Konfrontation mit seinen Jugendfreunden, seiner Jugendliebe und seiner großen Jugendsünde kommt es zu Morden und einem verhängnisvollen Kopfschuss. Als Brenner aus dem Koma erwacht, macht er sich auf die Suche nach seinem Mörder – obwohl alle behaupten, er sei es selbst gewesen. Am Anfang war Brenner am Ende, aber am Ende könnte er vor einem neuen Anfang stehen.“
 
Alles klar? Wohl eher nein, aber gerade darauf legen es die Filmemacher an (man kann ihnen aber ein Schnippchen schlagen, indem man einfach den Roman liest).

Tobias Moretti lässt sich's mit Nora von Waldstätten gut gehen © Luna Film

 
Fest steht jedenfalls, dass Hader/Brenner auf Tobias Moretti trifft. Der spielt den Aschenbrenner, seinen Ex-Kollegen von der Polizeischule, und der hat es inzwischen zum Kripochef von Graz gebracht. Hader/Brenner trifft auch auf Roland Düringer. Der spielt den Köck, ebenfalls einen Ex-Kollegen von der Polizeischule, aber nicht mehr im Dienst. Köck beaufsichtigt als Hausmeister das Grazer Stadion. Gemeinsam waren die drei in eine Jugendsünde verstrickt, quasi Banküberfall. Das weibliche Element im Film wird durch Nora von Waldstätten („Oktober November“) und Margarethe Tiesel („Paradies: Liebe“) repräsentiert.
 
Wie schon bei „Komm, süßer Tod“ (2000), „Silentium“ (2004) und „Der Knochenmann“ (2009) haben die Herren Haas, Hader und Murnberger gemeinsam das Drehbuch geschrieben.  Josef Hader: „Das bedeutet, zu den Geschichten von Wolf Haas kommt das Tragisch-Komische von mir, das dann mit diesem typischen Murnberger-Stil verfilmt wird, der das alles nicht so edel nimmt.“

Regisseur Wolfgang Murnberger (li.) mit den Darstellern Johannes Silberschneider und Josef Hader © Luna Film

Da „Das ewige Leben“, wie erwähnt, der Letzte von Wolf Haas‘ Brenner-Krimis ist, liegt die Vermutung nahe, dass dies auch die letzte Verfilmung wird. Allerdings sagt man ja im Filmgeschäft niemals nie. Zum Sequel, der Fortsetzung, hat Hollywood längst das Prequel (die Vorsetzung?) erfunden. Auf alle Fälle gibt es noch zwei Brenner-Thriller, die nicht ins Kino kamen. Und wer weiß: Vielleicht heißt es dann in ein paar Jahren noch einmal: „Jetzt ist schon wieder was passiert.“




News
Erster Blick auf „Das ewige Leben“
Am 5. März startet „Das ewige Leben“ in Österreichs Kinos, die vierte Verfilmung eines Wolf-Haas-Thrillers mit Josef Hader. FilmClicks präsentiert erste Eindrücke vom Film, der das Zeug zum großen Austro-Kinohit hat.    Mehr...