Annabelle

Ein Dämon fährt in eine Puppe


FilmClicks:
„Annabelle“: Mia (Annabelle Wallis) und John (Ward Horton) beäugen ihre Puppe © Warner Bros.
DIE STORY: „Annabelle“ bedeutet Kino-Grusel mit einer Puppe. Der Plot: John Form (Ward Horton) hat für seine Frau Mia (Annabelle Wallis) ein wunderbares Geschenk. Sie sammelt Puppen und er bringt ihr das perfekte Exemplar für ihre Sammlung.
Kurz darauf allerdings dringen Satanisten in das Haus des Paares ein und beschwören einen Dämon, der in die Puppe namens Annabelle fährt. Dort sorgt der Dämon nun für reichlich Chaos.  
 
DIE STARS: Bei einem Produktionsbudget von 6,5 Millionen Dollar ist die Verpflichtung von Stars nicht drin. Die werden aber auch nicht dringend benötigt. Denn die Puppe Annabelle sieht wie schon bei ihrem Auftritt in „Conjuring - Die Heimsuchung“ ziemlich furchterregend aus. Sie ist der eigentliche Star des Gruselfilms.  
 
DIE KRITIK: Oops! He did it again. Regisseur James Wan ist ein cineastischer Wiederholungstäter. Schon bei „Saw“ machte er es. Da legte er den ersten Teil der Folter-Orgie selbst auf. Die Fortsetzungen – die zum Teil nur schwer zu ertragen waren - schaute er sich aus der Ferne als Produzent an.
Das wiederholt sich nun bei „Annabelle“. Den Vorgänger-Film „Conjuring - Die Heimsuchung“ inszenierte er selbst. Nun macht er Platz und lässt seinen Stamm-Kameramann John R. Leonetti Regie führen. Was schon mal heißt, dass die Bilder in diesem Schocker, der in den 1970er Jahren spielt, durchweg erlesen sind.
Und wie entstand nun „Annabelle“, bevor die Grusel-Serie mit „Conjuring 2“ im November 2015 weitergeht? Die Puppe war vor einem Jahr in „Conjuring - Die Heimsuchung“ einer der Hingucker. Das Original soll sich immer noch im Besitz der echten Geisterjägerin Lorraine Warren befinden.
In „Conjuring“ hatte Annabelle nur einen kurzen, aber sehr intensiven Auftritt. Hier wird nun erklärt, wie der böse Geist (oder besser gesagt: Dämon) in die Puppe hineinkam.
Wie schon eingangs erwähnt: Satanisten sind schuld. Die dringen in das Haus des Paares John & Mia ein, schmieren Symbole an die Wände im Kinderzimmer lassen einen Dämon frei. Der wohnt fortan in Annabelle, lässt es formidabel spuken und wird es wohl auch noch eine Weile tun. Denn „Annabelle“ hatte jetzt in den US-Kinos einen prächtigen Start.
Der Gruselfilm wird daher sicher fortgesetzt. Was keine Schwierigkeiten bereiten dürfte, denn die Geisterjäger Lorraine und Ed Warren haben in Jahrzehnten Hunderte Fälle von übernatürlichen Erfahrungen zusammengetragen.
Bleibt nur zu hoffen, dass beim nächsten „Annabelle“-Film mehr Sorgfalt auf die Geschichte gelegt wird. Hier hat man das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben. Das Schaudern ist keine reine Freude
Am besten wäre es, wenn James Wan selbst auf den Regiestuhl zurückkehren würde. Aber der ist in den kommenden Jahren erstmal ausgeplant. Er inszeniert, in Serie, die Teile Sieben bis Neun von  „Fast and Furious“.             
 
IDEAL FÜR: Menschen, die sich auch gruseln, wenn im Keller das Licht ausgeht und jemand hinter ihnen „Buh“ schreit. Ansonsten lieber „Conjuring - Die Heimsuchung“ auf DVD schauen und sich richtig erschrecken lassen.






Trailer
LÄNGE: 99 min
PRODUKTION: USA 2014
KINOSTART Ö: 09.10.2014
REGIE:  John R. Leonotti
GENRE: Horror


BESETZUNG
Annabelle Wallis: John
Ward Horton : Mia
Tony Amendola: Pfarrer Perez