Das Leben ist ein Fest

Die perfekte Hochzeit gibt’s nicht einmal im Kino


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„Das Leben ist ein Fest“: Noch ist die Stimmung bei der Hochzeit ausgelassen © Universum
DIE STORY: „Das Leben ist ein Fest“: Nach dem Superhit „Ziemlich beste Freunde“ und nach „Heute bin ich Samba“ führt uns das französische Regieduo Éric Toledano und Olivier Nakache auf amüsante Art vor Augen, dass es die perfekte Hochzeit nicht einmal im Kino gibt.
Wedding Planer Max (Jean-Pierre Bacri), seit Jahrzehnten erfolgreich im Geschäft, will dem Schnösel Pierre (Benjamin Lavernhe) und seiner Héléna (Judith Chemla) den schönsten Tag ihres Lebens ausrichten. Ein Schloss nahe Paris dient als Traumkulisse. Das Fest ist minutiös durchgeplant.
Doch während die Hochzeitsgesellschaft noch im Stau feststeckt, läuft hinter den Kulissen alles schief. Hin und hergerissen zwischen immer neuen Katastrophen, seiner Ehefrau und seiner Affäre, versucht Max, zu retten, was zu retten ist.

Alles geht schief: Hochzeitsplaner Max (Jean-Pierre Bacri) hat Sorgen © Universum

DIE STARS: Die Filmemacher Éric Toledano und Olivier Nakache lieferten 2011 mit „Ziemlich beste Freunde“ einen europaweiten Sensationshit und schafften es bis zu den Golden Globes. Mit „Das Leben ist ein Fest“ feierten die Franzosen beim Toronto Film Festival Weltpremiere.
Jean-Pierre Bacri – mimt den gestressten Hochzeitsplaner – ist in seiner Heimat Frankreich ein Superstar. Vier Mal hat er den renommierten Filmpreis César abgeräumt, zehn Mal war er nominiert. Benjamin Lavernhe (als Bräutigam) kennt man in unseren Breiten aus der Liebeskomödie „Birnenkuchen mit Lavendel“.

Eine luftige Komödie: Kommt ein Bräutigam geflogen... © Universum

DIE KRITIK:  Was kann bei einer Hochzeit eigentlich alles schiefgehen, fragt man sich bei „Das Leben ist ein Fest“ fast im Minutentakt. Und weiß manchmal nicht mehr, ob man noch lachen oder schon mit dem Hochzeitsplaner mitverzweifeln soll.
Denn der etwas schrullige, aber beherzte Max droht im Chaos zu versinken: Erst sagt der Hochzeitssänger in letzter Minute ab, dann verscherzt es sich der Ersatz mit dem cholerisch-narzistischen Bräutigam.
Die halbe Mannschaft liegt nach dem Verkosten des Festessens mit einer Lebensmittelvergiftung flach, weshalb man die Hochzeitsgäste erstmal mit bewusst versalzenen Häppchen (zügeln den Appetit!) füttert. Nur der Fotograf kostet sich seelenruhig weiter durchs Buffet, vergisst darüber aber seinen Job.
Als dann auch noch der Aushilfskellner der Braut schöne Augen macht, Max‘ dauerfluchende Assistentin den Stresspegel ständig weiter nach oben treibt und seine Frau am Telefon die Scheidung fordert, ist Max‘ pure Verzweiflung selbst im Zuschauersessel zu spüren.
„Das Leben ist ein Fest“ ist kein zweites „Ziemlich beste Freunde“. Bestens unterhalten wird man aber allemal. Liebevoll porträtierte, skurril-sympathische Charaktere, die immer wieder überraschen, witzige Dialoge und jede Menge Situationskomik sorgen für zwei kurzweilige Kinostunden.
Dass die Macher dabei manchmal etwas übers Ziel hinausschießen (nicht einmal dem selbstverliebten Bräutigam hätte man gewünscht, just während seines Liebesgeständnisses am Ballon gen Himmel zu fliegen), und manche Pointe etwas plump daherkommt, sei verziehen. Es gibt eben keine perfekte Hochzeit. Nicht einmal im Kino.
 
IDEAL FÜR: Komödienfans, Verliebte und Verlobte.






Trailer
LÄNGE: 116 min
PRODUKTION: Frankreich 2017
KINOSTART Ö: 02.02.2018
REGIE:  Eric Toledano, Olivier Nakache
GENRE: Komödie
ALTERSFREIGABE: jugendfrei


BESETZUNG
Jean-Pierre Bacri: Max
Benjamin Lavernhe: Pierre
Judith Chemla: Héléna

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